Was ist der RAL Farbcode?

RAL-Farbe – Wikipedia

Als RAL-Farbe bezeichnet man genormte Farben, die die RAL gemeinnützige GmbH, eine Tochter des RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung erstellt und verwaltet. Die Abkürzung RAL steht historisch für Reichs-Ausschuss für Lieferbedingungen.

Dabei handelt es sich um eine Reihe von weltweit eingesetzten Farbsystemen und Farbkatalogen, die jeweils eine Palette von normierten Farben umfassen (digital und gedruckt). Jeder Farbe ist eine eindeutige Nummer zugeordnet. Auf diese Weise lässt sich beispielsweise die Farbe von Anstrichen und Lacken präzise kommunizieren, ohne dass ein Farbmuster übergeben werden muss.

Am bekanntesten ist die Farbsammlung der RAL-Nummern, die das RAL-Institut unter dem Namen RAL Classic vertreibt. Eine erste solche Farbsammlung mit damals 40 genormten Farbtönen wurde 1927 von der Vorgänger-Organisation Reichs-Ausschuß für Lieferbedingungen (RAL) erstellt. Die Farbsammlung beinhaltet heute 216 Farbtöne[1] und wird von vielen Herstellern für Produkte und Marken genutzt, um die Farbkommunikation zu erleichtern und einen über lange Zeit gleichbleibenden Farbeindruck zu gewährleisten.

Jedem Farbton des Farbkatalogs ist seit 1940 eine vierstellige Farbnummer zugeordnet. Der Zweck der Normung besteht darin, dass Kunde und Lieferant sich nur auf eine RAL-Nummer einigen und keine Farbmuster auf definierten Materialien austauschen müssen. Neben der vierstelligen Farbnummer ist jedem Farbton seit den 1960er Jahren auch ein verbindlicher Farbname zugeordnet, der die Kommunikation zusätzlich erleichtert.